Was will ich später werden? Seminar „My next Step in life“ II

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“ – dieser Spruch ist schon ein paar hundert Jahre alt, aber der Sinn passt heute wohl mehr denn je: Mit dem Seminar „My next Step in Life“ wollte Horizon International genau das den jungen Teilnehmern ermöglichen: Gucken, was geht im Leben, sich selbst und seine Möglichkeiten entdecken.

Acht Schüler und Studenten zwischen 17 und 20 diskutierten, malten und dachten vier Tage in England über ihren nächsten Schritt im Leben nach – unterstützt von der  Dozentin Belinda Heys, die sonst für das britische Bildungs- und Sportministerium recherchiert. Eine besondere Schwierigkeit: Der komplette Orientierungskurs wurde in englischer Sprache gehalten: „Dadurch bekamen die Teilnehmer auch noch mal eine andere Distanz zu ihrem Alltag“, sagt Projektleiterin Gabriele Ould-Ali, die den Kurs im Bildungshaus Plumton College in East Sussex zum zweiten Mal organisiert hat.

Bei den Jugendlichen, die schon einmal mit Horizon international ein Praktikum entweder in Frankreich, England gemacht hatten, kam die Auswahl der Dozenten und der Location gut an: „Super schöne Gegend“, waren sich die Teilnehmer, die aus allen Teilen Deutschlands kommen, einig.

My next Step in Life – das war nicht nur reden, sondern auch handeln: In Theater- und Musikstunden wurde das Körpergefühl, Ausdruck und Selbstbewusstsein geübt. In zwei Sessions malten die Teilnehmer ihre Zukunftswünsche aufs Papier. „Das war super, weil man einen ganz anderen Blick auf seine Situation bekommt, wenn man sie einmal bildlich darstellt“, fand Andrea aus Krefeld. Und Sebastian aus Kiel meinte: „Die Gespräche, die Workshops, was die anderen berichtet haben, das war sinnvoll. My next step gibt neue Ideen, man bekommt andere Perspektiven und bewegt sich geistig. Die Theaterübungen und das Singen gaben dem Ganzen eine außergewöhnliche Atmosphäre und gab richtig Power!“

 Selbst wenn nach den vier Tagen nicht für jeden klar war, welche Richtung es nach dem Abi sein soll – für Lovis aus Flensburg trotzdem eine gute Erfahrung: „Ich denke, es hat mir sehr geholfen, weil ich bewusst über meine Zukunft nachgedacht habe. Mir ist klarer, was ich machen möchte und ich habe einen realen Blick, bekommen, dabei hat mir die Gruppe auch sehr geholfen.“ Und Andrea ergänzt: „Dieser Kurs beruhigt irgendwie. Ich weiß jetzt, dass die eine Entscheidung für einen Job nicht  für den Rest des Lebens gelten muss. Meinen Traumjob werde ich schon noch finden, ich probiere erst mal einige vorher aus!“

Na also, nicht lehren, sondern sich selbst entdecken lassen, dass wusste bereits Galileo Galilei. Und das ist immerhin über 300 Jahre her...

Praktikamöglichkeiten bei Horizon gibt es das ganze Jahr, in England, Frankreich, Irland, Schottland oder Kanada.