Erfahrungsberichte

Henrike (17) aus Bremen, Betriebspraktikum in England

Henrike war in diesem College in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen beschäftigt. Hier arbeiten und lernen Jugendliche mit Lernschwierigkeiten. In den Auszügen aus ihrem Bericht über das fünfwöchige Praktikum spiegeln sich ihre Eindrücke wieder: „… heute hatte ich ,papermaking’ und habe Papier für ein Buch hergestellt… gestern haben wir nicht mit Treckern, sondern mit den Kaltblutpferden Kate und Violet den Acker gepflügt… ich lernte mit den geistigen Behinderungen der Schüler umzugehen… oft erstaunte mich ihr positives Verhalten, vor allem die Überraschungen beim Abschied… nicht nur sprachlich hat es mich weitergebracht, sondern ich bin auch viel selbstständiger geworden… diese Erfahrungen wünsche ich jedem.“ Eine von über 700, die ihren Horizont bereits erweitert haben: Henrike Langsenkamp aus Belm war im englischen Ruskin Mill in einer sozialen Einrichtung für Jugendliche tätig. Henrike hat ein weiteres HORIZON-Praktikum in Irland gemacht, sie studiert jetzt Sport und Englisch.

Jonas K. Praktikum in einem Bio-Café in Süd-England August 2019

Warum habe ich mich für ein Praktikum im Ausland beworben?

Ich heiße Jonas, bin 16 Jahre alt und gehe in ein Gymnasium in München. Da ich nächstes Jahr in die Oberstufe komme und das Fach Englisch Konversation belegt habe, habe ich mich dazu entschieden meine Englischkenntnisse während eines Auslandpraktikums zu verbessern. Außerdem war das eine gute Möglichkeit für mich, meinen Horizont zu erweitern und etwas Neues zu erleben.

Vorbereitungsphase

Ich habe mich bei Horizon mit einem Bewerbungsschreiben vorgestellt und mir wurden mehrere Praktika in verschiedenen englischsprachigen Ländern angeboten. Letztendlich habe ich mich für ein Praktikum in einem Café in Stroud, einer kleinen Stadt in Südengland entschieden, wo ich bei einer Gastfamilie untergebracht werden sollte.

Erfahrungen während meines Praktikums

Das Café:
Der Chef und Mitgründer des Cafés heißt Nicholas Allan. Sein Team besteht aus ihm und einigen Angestellten. Außerdem nimmt das Café gerne Praktikanten und freiwillige Helfer auf und bietet auch Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu arbeiten. Die Idee, die hinter dem Ganzen steckt ist, die Gemeinschaft in Stroud als Ort der Begegnung zu stärken und mit frischem vegetarischem Essen aus regionalen Produkten zu versorgen.

Ein Arbeitstag:
Meine Arbeit im Café begann immer um 8.30 Uhr mit einem Frühstück meiner Wahl und endete um 16:00 Uhr. Ca. alle 3 Stunden hatte ich eine Pause und mittags wurde ich auch wieder mit leckerem Essen versorgt. Meine Aufgaben Im Star Anise waren sehr vielfältig u.a. das Abspülen. Das Star Anise Café hat zwar eine Spülmaschine, das Geschirr muss aber zunächst per Hand vorgespült werden, um perfekte Sauberkeit zu garantieren. Weitere wichtige Aufgaben waren das Austragen von Essen und Einsammeln von Geschirr, wobei ich in direkten Kontakt mit den Kunden kam. Außerdem durfte ich auch in der Küche helfen, z.B. Salat waschen und Gemüse schneiden. Manchmal hatte Nicholas auch Extraaufgaben für mich, wie z.B. einkaufen gehen, Essen austragen oder die Hecke schneiden. Es wurde sehr darauf geachtet mich nicht zu lange die gleiche Aufgabe machen zu lassen, so dass meine Arbeitstage abwechslungsreich blieben.

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie war, wie fast alle Menschen, mit denen ich in England zu tun hatte, sehr nett und offen. Sie bestand aus meinem Gastvater Quinn, meiner Gastmutter Katherine und deren 2 Jahre altem Sohn Anthony. Sie wohnten in einem Haus mit einem eigenen Zimmer für mich und einem schönen Garten. In meiner Freizeit haben sie mir Stroud und die Umgebung gezeigt. Außerdem habe ich Quinn bei einem handwerklichen Projekt geholfen, was mir viel Spaß gemacht hat.

Besondere Erlebnisse

Während meiner Zeit in England hatte das Star Anise für 2 Wochen geschlossen. In dieser Zeit habe ich dem Nachbarn meiner Gastfamilie mit Gartenarbeit und einem Umzug nach London geholfen und meinen Gastvater bei seiner Arbeit als Gartenarchitekt unterstützt. Außerdem haben wir in dieser Zeit noch die Eltern meines Gastvaters in Yorkshire für 5 Tage besucht. Auch dort wurde ich sehr nett aufgenommen. Zusammen haben wir einen Vogelbeobachtungspark und weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung besucht.

Abschließende Bewertung

Trotz einiger Komplikationen im Bezug auf meine Arbeit, hat mir mein Aufenthalt in England sehr viel Spaß gemacht. Die Leute, mit denen ich zu tun hatte, waren alle sehr nett. Außerdem hatte ich die Möglichkeit meinem Wortschatz in verschiedenen Bereichen zu erweitern. Die Englische Sprache ist mir jetzt viel geläufiger, als vor dem Auslandpraktikum. Rückblickend kann ich daher nur jedem empfehlen auch so ein Praktikum zu machen.

Carla S Sozial-Praktikum bei CITA in Spanien 2018

CITA ist eine Organisation, die sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen jeglichen Alters auseinandersetzt. Die Organisation hat sich hierbei auf Menschen, mit verschiedenen körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen, spezialisiert.
Um jedem bestmöglich helfen zu können, bietet CITA verschiedene Therapien an, welche dem sogenannten PANAMA-Prinzip folgen: Therapien der Psychomotorik, mit Tieren, oder in der Natur, Wassertherapie, Musiktherapie und Kunsttherapie.
Darüber hinaus bietet die Organisation auch Therapien für Hunde an, welche man auch als Freizeitaktivität oder lediglich zur Entspannung, in Form einer Wanderung, wahrnehmen kann. Um diesem breit gefächerten Aufgabenbereich gerecht zu werden, arbeiten 12-15 professionell ausgebildete Therapeuten im Team zusammen.
Während meines Praktikums habe ich bei Elena, einer Musiktherapeutin, und ihren zwei Mitbewohnern gewohnt. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden, was sich zu drei sehr lustigen, abwechslungsreichen, spannenden und bereichernden Wochen entwickelt hat.
Ich habe mich mit ihr und allen anderen Personen, welche ich während meiner drei Wochen kennenlernen durfte, fast ausschließlich auf Spanisch unterhalten. Dies hat überraschend gut geklappt! Selbst wenn mal ein Wort gefehlt hat, haben wir uns durch Gestik, Erklärungen oder zur Not mithilfe des Wörterbuchs verständigen können. Alle waren hier immer sehr offen und hilfsbereit.
Abgesehen von unserer gemeinsamen Arbeit, habe ich mit Elena viel unternommen: Wir waren auf Konzerten, in der Stadt, mit dem Fahrrad unterwegs, haben typisches Essen probiert und zusammen gekocht,… Allgemein habe ich mit ihr viel gesehen und konnte Madrid und seine Bewohner besser kennenlernen.Durch Elena durfte ich an vielen Musiktherapien mit Kindern und Jugendlichen teilhaben. Diese haben sich jedoch meist in Gruppen abgespielt, da private Therapien bei den Kindern daheim stattfinden und „Fremde“ hierbei nicht erwünscht sind. Die meisten Kinder können aufgrund ihrer Krankheit weder sprechen, noch sich selbstständig bewegen oder ein Instrument spielen. Daher haben wir ihnen meist vorgesungen oder geholfen ein Instrument zu spielen. Die Therapien hängen dabei weniger vom Alter der Betroffen, sondern vielmehr von ihren Möglichkeiten ab. Somit war ich auch bei Therapien dabei, in denen wir mit den Kindern getanzt und gespielt haben.
Zweimal hatte ich die Möglichkeit mit Erwachsenen und Rentnern zu arbeiten. Die Therapie lief fast gleich ab. Bei allen Gruppenstunden durfte ich mitwirken. Egal ob singen, Kindern helfen oder selbst ein Instrument spielen, irgendwas gab es immer zu tun.
In meinen drei Wochen durfte ich aber auch viele andere Therapien sehen, so z.B eine Einheit mit Mamba (Therapiehündin) und Felipe. Hier konnte ich nur zuschauen und nicht wirklich teilnehmen, da es eine sehr aufwendige und komplizierte Therapie ist. Der Zeitraum erstreckt sich über mehrere Jahre. Die Verbindung die dabei zwischen der Hündin und dem Patienten herrscht, ist unglaublich und kann nicht beschrieben werden.
In der Therapie haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht und Felipe hat mit Mamba gespielt. Das Wichtigste hierbei ist nicht der ständige Kontakt, sondern vielmehr die Anwesenheit der Hündin, da diese Sicherheit verleiht.
Zuletzt habe ich noch bei verschiedenen Hundetherapien teilnehmen dürfen. Diese finden normalerweise bei den Hundebesitzern daheim statt. Einer der Hunde beißt jeden und bellt die ganze Zeit, ein anderer möchte alles beschützen und kann daher weder sein Essen noch seine Spielzeuge genießen. Die Therapeuten arbeiten viel mit Spielzeugen oder Leckerlies und auch ich durfte mit den Hunden spielen oder anderweitig teilnehmen. Es ist sehr bewundernswert wie viel die Therapeuten wissen. Mir ist auch erst durch sie klar geworden, dass die größte Schuld am Verhalten des Hundes nicht beim Hund, sondern beim Besitzer liegt. Jegliches Verhalten, wie z.B. Bellen oder Beißen sind natürliche Reaktionen der Hunde. Die Aufgabe des Menschen ist es, die Gesten der Hunde zu erlernen, um sie richtig zu deuten. Erst dann kann man dem Hund auch tatsächlich helfen. Genau dieses Ziel versuchen die Therapeuten zu erreichen: auf der einen Seite dem Hund helfen, auf der anderen Seite den Besitzern das genaue Verhalten erklären, um aufzuzeigen wie man selbst den Hund in bestimmten Situationen am besten unterstützt.
Zweimal hatte ich auch die Möglichkeit eine Freizeitaktivität wahrzunehmen. Das eine mal war es eine gemütliche zweistündige Wanderung, das andere mal eine fünfstündige Bergtour. Auch hier standen die Tourleiter bei jeglichen Fragen zum Verhalten der Hunde zur Seite.
Zusammengefasst habe ich in meiner Zeit sehr viel gelernt. Sowohl über mich selbst, als auch über die verschiedenen Facetten des Menschseins. Natürlich habe ich auch viel über die Hunde und ihr Verhalten gelernt.
Wenn man mit den Menschen von CITA arbeitet, verändert das etwas im Kopf und im Herzen. Man bekommt in verschiedener Hinsicht ein anderes Bild auf das Leben. Zum einen fragt man sich, mit was für unnötigen Problemen wir uns herumschlagen, zum anderen bewundert man die offene Art und Lebensfreude des Teams. Einen Teil davon habe ich mit Sicherheit mit nach Deutschland gebracht.
Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte mein Praktikum bei CITA zu machen und kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen diese Möglichkeit wahrzunehmen. Ich wurde selten mit solch offenen Armen empfangen. Auch wenn es nur drei Wochen waren, habe ich eine zweite Familie und Heimat gefunden, zu der ich mit Sicherheit eines Tages zurückkehren werde. Entweder in den Ferien oder um zu arbeiten. Wer weiß?
Generell möchte ich jeden ermutigen dieses Angebot wahrzunehmen. Egal in welchem Berufsfeld, man kann in diesen Wochen unvergessliche Dinge erleben, die einem noch lange erhalten bleiben. Man lernt eine andere Kultur kennen und diese nicht als Touri, sondern von der madrilenischen Seite. Auch für die Schule hat es mir etwas gebracht. Die Kommunikation im Alltag fällt mir nun viel leichter und auch Hörverstehen oder Bücher lesen wird einfacher.
Also an alle, die es in Erwägung ziehen diesen Schritt zu gehen: MACHT ES und sammelt eure eigenen Erfahrungen!!!

Herniette K. Praktikum im Bio-Restaurant in Frankreich 2019

Antonia S. Praktikum in einem Tagungshaus in England 2019

Praktikum
Von meiner Schule aus durfte ich mir eine 5-wöchige Praktikumsstelle suchen und habe, zu meinem Glück, über Horizon das ASHA Centre gefunden!
Das Tagungshaus liegt in England in der Nähe von Gloucester und ist ein Zentrum, in dem verschiedenste Menschen aus aller Welt zusammen kommen und sich in verschiedenen Kursen weiterbilden können.
Ich habe während meiner Zeit dort einen großen Kurs über Chinese Arts mitbekommen, an dem ich einen ganzen Tag teilnehmen durfte.
Ich habe mich im ASHA Centre sofort wohlgefühlt, weil dort alle Menschen einfach total offen und warmherzig sind!
Meine Aufgaben waren:
Für die Mitarbeiter*innen und ggf. für die Gruppen zu kochen, im riesigen wunderschönen Garten zu arbeiten (z.B. Äpfel aufsammeln und Apfelsaft machen) und wenn eine Gruppe wieder abgereist ist, die Zimmer zu putzen. All diese Aufgaben habe ich zusammen mit den festen Mitarbeiter*innen und anderen Volontären zusammen gemacht die ebenfalls aus aller Welt kommen und dort für 10 Monate leben und arbeiten. Mit den Volontären habe ich auch zusammen in einer Hausgemeinschaft, im Hill House, gewohnt. Das Hill House ist einige Minuten mit dem Auto vom ASHA Centre entfernt. Es war eine spannende Erfahrung für mich, mit so vielen verschiedenen Menschen aus aller Welt in einer WG zusammen zu wohnen! Wenn wir nicht im ASHA gegessen haben, musste ich mich selbständig im –Hillhouse versorgen. Manchmal haben wir Volontäre auch zusammen gegessen.
Ich habe mich sehr schnell getraut viel Englisch zu sprechen, da ja die meisten auch nicht perfekt Englisch sprachen – also super zum Üben!
An den Wochenenden mussten wir manchmal arbeiten, dann haben wir an 2 anderen Tagen frei bekommen. In unserer freien Zeit haben wir Ausflüge gemacht, oder uns mit Volontären vom Grange (eine benachbarte Einrichtung für Menschen mit Behinderungen) getroffen und zum Beispiel zusammen am Lagerfeuer gesungen und gechillt.
Ich habe mich sehr, sehr wohl gefühlt dort und werde es sehr vermissen.
Der Aufenthalt dort hat mich sehr viel Selbstbewusster gemacht und mir viele neue Erlebnisse und Eindrücke gebracht.
Ich würde das Praktikum dort jedem weiterempfehlen.

Konrad U. Praktikum im Kibbutz in Israel 2017

Vom 19.03. bis 09.04.2017 habe ich ein Praktikum im Kibbuz in Israel gemacht und dort mit erwachsenen Menschen mit Behinderung gearbeitet. Ich habe in dieser Zeit bei Zohar und Ishar Bleiweiss, meinen Gasteltern, gelebt und sehr viele Eindrücke gewonnen, die meinen Blick auf Vieles verändert haben.
Als das Praktikum in der Einführungsphase der Oberstufe anstand, wusste ich nur, was ich nicht machen wollte – nämlich irgendein Praktikum in einem Büro ableisten, bei dem herumsitze und auf die Uhr schaue und hoffe, dass die Zeit herumgeht. Über einen Praktikumsbericht einer Schülerin, die die Schule besucht, auf die meine Schwester geht, habe ich von Horizon international erfahren und der Möglichkeit, mein Praktikum auch im englischsprachigen Ausland zu absolvieren.
Ich habe mich bei Horizon international beworben und bei Interessen u.a. die Arbeit mit Menschen mit Einschränkungen angegeben. Frau Ould-Ali hat sehr zügig reagiert und mir den Praktikumsplatz im Kibbutz vorgeschlagen, den ich auch zusagte.
Das Anmeldeverfahren war sehr gut organisiert. Es war immer klar, welche Unterlagen gebraucht werden und was beantragt werden muss. Ich habe mich eigentlich nicht zusätzlich telefonisch oder schriftlich informieren müssen, da alles präzise und strukturiert war.Im Kibbuz habe ich bei israelischen Gasteltern gewohnt. Die beiden waren sehr nett und haben sich gut um mich gekümmert und sehr lecker bekocht. Durch Sandra K. und ihren Mann habe ich einen leichten Einstieg in das Leben im Kibbuz erhalten. Im Kibbuz habe ich verschiedene Menschen kennengelernt, an Shabbatfeiern teilgenommen und ansonsten auch privat mit den Menschen etwas unternommen, mit denen ich zusammen gearbeitet habe oder die ich durch die Arbeit kennengelernt habe (Volunteers, Praktikanten). Außerdem habe ich von der dortigen Waldorfschule Schüler kennengelernt, mit denen ich z.B. Fußball gespielt habe.
Während meines Praktikums habe ich in der Gärtnerei gearbeitet. Mein Arbeitstag begann um 8.20 Uhr mit gemeinsamem Kaffeetrinken, einem Spruch für den Tag und der Aufgabenverteilung für den Tag.
In der Gärtnerei habe ich gesät, Unkraut gejätet, Pflänzchen gepflanzt und gewässert, Kompost durch die Gegend gefahren und geholfen, wenn die Members Hilfe bei den Tätigkeiten brauchten. Gegen 14.00 Uhr endete die Arbeit mit einem gemeinsamen Mittagessen, das ich auch mit vorbereitet habe.
Gegen 15.45 Uhr war ich zu Hause und war dann auch meistens ziemlich müde. Nach einer kleinen Pause bin ich häufig noch einmal durch den Kibbuz gelaufen und habe mir vieles angesehen. Ich hatte drei Lieblingsplätze, die ich regelmäßig aufgesucht habe, um dort zu lesen. Außerdem habe ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit Fußball gespielt. Um 19.00 Uhr gab es dann das Abendessen bei meinen Gasteltern, die sehr lecker vegan gekocht haben.
Wenn ich noch einmal die Möglichkeit hätte, würde ich noch einmal ein Praktikum in Israel machen. Die Menschen, die ich im Kibbuz kennengelernt habe, waren freundlich, interessiert, glücklich und gastfreundlich. Eine Frau sagte, dass der Kibbuz nicht Israel sei, sondern eben der Kibbuz. Der Umgang der Menschen miteinander war tatsächlich besonders und beim Rückflug ist mir dieser Unterschied zu vielen Deutschen besonders aufgefallen, da diese nur über das Wetter und Verspätungen geklagt haben und gestresst und ungeduldig wirkten, obwohl sie doch gerade Urlaub in einem schönen Land gemacht hatten.
Die Landschaft fand ich sehr schön und ich würde generell gerne noch mehr von Israel sehen wollen. Mir hat die größere Natürlichkeit gefallen und auch die freilaufenden Tiere. Und natürlich das Wetter!
Insgesamt kann ich sagen, dass ich durch das Praktikum die Möglichkeit hatte, „über den Tellerrand zu schauen“. Es ist einfach gut, einmal wo ganz anders zu sein, Dinge zu tun, die man sonst nicht tut, andere Menschen kennenzulernen, die ganz anders aufgewachsen sind, Essen zu essen, das anders schmeckt. Ich habe gemerkt, dass mir die körperliche Arbeit auf dem Feld sehr gut tut und dass ich auch gut alleine mit mir sein kann. Ich bin seit dem Praktikum gelassener und aufgeschlossener.Vielen Dank an das Horizon International -Team für die Möglichkeit, ein solches Praktikum machen zu können! Und einen besonderen Dank an Sandra!!

Praktikum im Kindergarten in Stroud Claudia V.

Praktikum in einer Bäckerei in Forest Row Johanna G. 2018

Praktikumsbericht Kindergarten in Spanien Carina U.

Merle G-B Praktikum auf einer Fram in England 2009

 

Mona H. Sozialpraktikum in einer staatlichen französischen Grundschule

Ich habe mein Praktikum in einer staatlichen Schule in Frankreich gemacht. Anfangs musste ich mich erst mal ein bisschen an das andere Schulsystem gewöhnen, da sich die Schule sehr von meiner eigenen (Waldorf-Schule) unterscheidet. Aber die Menschen dort waren total nett. Sie waren sehr geduldig mit mir, auch wenn ich oft etwas nicht verstanden habe und ich habe mich dort sehr wohlgefühlt.
Ich habe die meiste Zeit meines Praktikums in der Classe Maternelle verbracht und habe dort mit Kindern gearbeitet, die im Alter zwischen 2 und 5 Jahren waren. Die Schule hat jeden Tag um 9 Uhr begonnen und endete um 16:30 Uhr. Außerdem war Mittwochs immer schulfrei.
In der Classe Maternelle wird noch nicht wirklicher Frontalunterricht gemacht, sondern die Kinder bekommen eher Aufgaben, die sie dann erfüllen müssen. Die meiste Zeit habe ich damit verbracht einfach der Lehrerin zu helfen. Ich habe versucht sie zu unterstützen, indem ich mit den Kindern gearbeitet habe, die ein bisschen langsamer waren oder es schwer hatten sich auf ihre Aufgabe zu konzentrieren. Manchmal sollte ich auch alleine etwas mit einer Gruppe machen. Anfangs war das gar nicht so einfach, da die Kinder manchmal nicht auf mich gehört haben. Ich habe irgendwann gemerkt, dass es für mich schwierig ist, ausreichend konsequent mit den Kindern umzugehen. Zu Beginn lag es einfach daran, dass ich nicht wusste, was sie nun dürfen und was nicht, aber auch später war es nicht einfach für mich streng zu sein, da ich selber nie wirklich mit Strenge erzogen wurde und es mir eigenartig vorkam so mit den Kindern umzugehen. Aber nachdem ich das dann ausprobiert habe, haben die Kinder viel besser auf mich gehört, und das Arbeiten mit ihnen ist mir immer leichter gefallen und hat viel Spass gemacht.
Die Kinder waren sehr süß und haben gerne viel und schnell geredet. Sie haben einfach eine Weile gebraucht um zu verstehen, dass ich nichts verstehe. Wenn sie mir eine Frage gestellt haben und ich sie fragen musste, ob sie es nochmal wiederholen könnten, haben manche wie auf Knopfdruck im doppelten Tempo losgeredet und sich noch viel komplizierter ausgedrückt. Sie wollten mir ihr Anliegen dann unbedingt so schnell wie möglich erklären und haben nicht begriffen, dass die Schwierigkeit für mich gerade in der Geschwindigkeit lag.
Insgesamt hatte ich eigentlich immer etwas zu tun. Ich hatte vor dem Praktikum ein bisschen Sorge, dass es mir vielleicht langweilig werden würde und dass ich vielleicht nur herumstehen würde, doch ich wurde von den Menschen dort sehr lieb aufgenommen und habe mich nie fehl am Platz gefühlt.
In den ersten zwei Wochen war es für mich anstrengend Französisch zu verstehen. Manchmal war ich dann bereits nachmittags sehr müde. Das wurde aber dann immer besser, und am Ende musste ich mich immer weniger anstrengen um etwas zu verstehen.
In der Schule herrschte ein sehr großes Interesse am Leben hier in Deutschland. Ich habe den Kindern zum Beispiel ein deutsches Kinderlied vorgesungen oder Bratsche vorgespielt. Einmal sollte ich auch in eine andere
Klasse gehen und ihnen dort das deutsche Schulsystem erklären. Danach haben die Kinder mich dann immer gefragt, was französische Worte auf Deutsch heißen und waren total überrascht, dass es für ihre Namen keine deutschen Übersetzungen gibt.
Während meiner Zeit in Frankreich habe ich bei der Familie Bougeot gewohnt. Ich war sehr froh darüber in einer so netten Gastfamilie wohnen zu dürfen, da ich mich bei ihnen immer sehr wohlgefühlt habe und es viel Spaß gemacht hat, den Alltag einer anderen Familie kennen zu lernen. Für mich war es gar nicht so einfach aus mir herauszukommen, zu reden und offen zu sein, doch sie waren immer sehr nett zu mir und durch ihre lustige und freundliche Art habe ich mich nie einsam gefühlt. Zwei der drei Kinder haben in der Schule bereits Deutsch gelernt und es war immer sehr lustig, sich mit ihnen zu unterhalten oder ihnen beim Lernen zu helfen. Wenn ich etwas gar nicht konnte, wie zum Beispiel die Uhrzeit, haben sie sich nie über mich lustig gemacht, sonder haben mir oft sehr lieb geholfen und versucht es mir beizubringen. Insgesamt fand ich es bewundernswert, dass dort nie über mein eigenartiges Französisch gelacht wurde. Da ich noch nicht sehr gut sprechen konnte und schon gar nicht grammatikalisch korrekt, hat es sicher oft sehr lustig geklungen, wenn ich etwas gesagt habe, doch dafür wurde ich zum Glück nie ausgelacht und stattdessen hat man mir einfach erklärt, wie ich es richtig machen kann. Während meines Praktikums wurde ich von Madame Maison, einer Französischlehrerin, betreut. Ich war sehr froh darüber, dass sie da war, da sie mir zum einen Unterricht gegeben hat, ich sie aber auch bei Fragen immer ansprechen konnte und wir viele schöne Ausflüge zusammen unternommen haben. Sie war eine sehr große Hilfe für mich, da sie mir viele Ratschläge geben konnte und sie sich immer sehr lieb um mich gekümmert hat.
Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Praktikum machen durfte und möchte mich sowohl bei Horizon für die gute Organisation, als auch bei allen Menschen in Frankreich bedanken, die ich kennen lernen durfte. Ich kann dieses Praktikum auf jeden Fall an alle weiterempfehlen, die Lust haben mal etwas ganz neues zu erleben, neue Sachen kennenzulernen und vor allem viele wunderbare Momente zu haben.